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Zinfandel

Weit gereist und in Kalifornien angekommen

Der berühmteste Kalifornier nach Arnold Schwarzenegger ist wohl der ebenfalls aus Österreich importierte Zinfandel. Zinfandel – das ist doch die kalifornische Ausgabe des süditalienischen Primitivo? Nein! Zinfandel und Primitivo sind zwar genetisch identisch, denn beide sind Klone einer Sorte, die sich auf die kroatische Rebsorte Crljenak Kastelanski zurückführen lassen. Dennoch ist der Zinfandel heute eine eigene kalifornische Varietät und die stilistischen Unterschiede zu Primitivo sind deutlich. Unter Liebhabern wird der Zinfandel aufgrund seiner Bandbreite geschätzt. Weinneulinge können mit diesem Rotwein nicht viel falsch machen, denn bereits die Einstiegsweine sind gut gemacht und machen Lust darauf, mehr von der Rebsorte kennen zu lernen. Für Weinexperten finden sich spannende Premium-Zinfandel von ambitionierten Winzern. Eine regelmäßige Verkostung lohnt sich also allemal.

 

Unterschiedliche Bedingungen und Stilrichtungen machen den Zinfandel zum Begleiter von Gerichten aus aller Welt. Als fruchtbetonter Rotwein eignet er sich für gewürzte, etwas schärfere Barbecue- und Currygerichte. So passt Zinfandel z.B. hervorragend zu Tonkatsu, ein japanisches Schweine-Nackenkotelett in einer würzigen Currysauce. Aber auch Pasta mit Wildragout und dunklem Fleisch brillieren mit ihm an der Seite. Die zimtigen Noten machen ihn aber auch zu einem harmonischen Begleiter zu türkischen oder marokkanischen Gerichten, die gerade in den Wintermonaten herrlich von innen wärmen, wie z.B. Tomaten-Tajine oder orientalisches Lammfilet. In einer kräftigeren Form macht er seinem Image als Allrounder alle Ehre und kann auch zum Dessert, etwa zu dunkler, herber Schokolade und zu reifem Hartkäse gereicht werden, was auf die weichen, gut eingebundenen Tannine zurückzuführen ist.

 

Weitere Informationen erhalten Sie von Eva-Maria Haag.